Ich wurde 1977 in Berlin geboren. Das Wetter wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Meine Eltern sind beide Mathe/Physiklehrer. Das hieß, wir haben beim Abendessen über Dipole, Bimetall-Streifen und Interferenz diskutiert und kleine Experimente ausprobiert.

Aus meinem großen Bruder wurde ein Ingenieur und aus mir ein Wetterfrosch. Schon während des Abiturs entschied ich mich für Erdkunde und Mathematik als Leistungsfächer. Das fiel mir leicht und machte mir großen Spaß.

Das Meteorologiestudium hatte es allerdings in sich – die ersten 2,5 Jahre sind ein reines Mathe/Physikstudium. Erst dann geht es wirklich um Wolken, Klima, Taupunkte, Vorhersagen und Synoptik. Ich habe an der FU Berlin studiert und mit mir schlossen noch zwei Kommilitoninnen ab, nachdem wir im ersten Semester 40 Studenten waren. Es wurde also ordentlich ausgesiebt. Aber wer dran blieb, konnte es schaffen.

Schon während des Studiums machte ich ein Praktikum bei einem privaten Fernsehsender. Ich hatte das Glück direkt nach dem Praktikum dort für das Frühstücksfernsehen erste Wetterberichte schreiben zu dürfen. Aus dieser Arbeit entwickelte sich mehr und ich bekam einen ausführlichen Eindruck vom Medienwettergeschäft. Das machte mir große Freude und so arbeitete ich schon während des Studiums mehr und mehr in diesem Bereich. Mit einem österreichischen Kollegen gründete ich eine Wetterfirma, die das Wetter für SAT1 produzierte.

2000 beendete ich das Studium und bekam mein Diplom. Bei SAT1 dürfte ich erste Versuche vor der Kamera starten, die aber nicht gesendet wurden, mir aber ein Castingband brachten.

Als sich SAT1 und ProSieben zusammenschlossen fiel die Wahl leider auf den Wetteranbieter von ProSieben, somit musste ich meine kleine Wetterfirma aufgeben. Aber durch die vielen Kontakte, die ich bis dahin gesammelt habe, bekam ich den Tipp, mich bei Meteomedia zu bewerben.

Meine Bewerbung fand Anklang. 2001 wurde ich als Meteorologin und Moderatorin bei Meteomedia eingestellt und arbeitete 11 Jahre für dieses Unternehmen. Dabei kam man viel herum. Zunächst machte ich eine Menge für den SFB, zeitweise arbeitete ich in der Schweiz, wo Meteomedia ihren Hauptsitz hatte. Dann ging es 2002 nach Oderwitz, in die Oberlausitz.. Dort produzierten wir das Sachsenspiegel-Wetter und viele Radiointerviews.

Meine Kollegen und ich pendelten zwischen Berlin und Oderwitz, dann zwischen Oderwitz und Leipzig. Denn der MDR beschloss das Wetter selbst zu produzieren und nicht mehr aus der Schweiz von meinen Kollegen geschickt zu bekommen. 2003 ging ich dann ganz nach Leipzig, denn die Pendelei konnte einen ordentlich nerven, zudem lernte ich dort meinen Mann kennen.

Ich fühlte mich in Leipzig von Anfang an pudelwohl und lebe immer noch sehr gern in dieser Stadt.

2006 hörte dann auch die Pendelei nach Oderwitz auf, denn das Sachsenspiegel-Wetter wurde in Leipzig aufgezeichnet.

Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Wettersendungen beim MDR dazu. Das Mittagsmagazin, „Dabei-ab-Zwei“, „Hier-ab-Vier“ und MDR aktuell sind unsere Hauptsendungen. Zum Teil wurde draußen moderiert, egal bei welchem Wetter. Das war manchmal wunderschön, teils aber auch ganz schön eisig.

Das „Wetter für 3“, eine vierminütige Wettershow wurde 2007 ins Leben gerufen. Eine Spielwiese für uns Wetterfrösche – endlich hatte man etwas Zeit Wetterphänomene zu erklären und sich etwas ausführlicher übers Wetter auszulassen.

Von 2005 bis 2008 übernahm ich für die Universität Leipzig einen Lehrauftrag. Dabei gab ich den Meteorologie-Studenten einen ersten Einblick in die Medienwelt. Wie verbindet man das wissenschaftliche der Meteorologie mit dem Fernsehen und Radio? Wie vermittelt man den Zuschauer einfach, aber genau das Wetter von morgen? In Seminaren durften sich die Studenten mit meiner Unterstützung das erste Mal vor der Kamera versuchen. Es machte viel Spaß, aus Zeitmangel musste ich den Lehrauftrag aber leider wiederabgeben.

2008 entwickelte ich das Kinderwetter. Immer mittwochs, ab 2012 immer samstags gab und gibt es um kurz vor Sieben, direkt vor dem Sandmann ein Kinderwetter. Dabei wird das Wetter kindgerecht erklärt. Häufig bekamen und bekommen wir Zuschauerpost, wo Kinder fragen: Warum ist der Himmel blau oder ein Regenbogen rund? Das erklären wir mit einfachen Worten immer im Kinderwetter.

Als ich 2009 schwanger wurde und in den letzten Wochen vor der Geburt etwas mehr Zeit hatte, kam mir die Idee ein Kinderwetterbuch zu schreiben. Das machte mir großen Spaß und 2012 fand ich einen Verlag, der dieses Buch verlegen wollte.

Zudem fragte mich der Natur- und Tierverlag ob ich ihnen ein Kinderwetterbuch schreiben wollte.

Im Frühjahr 2013 kam das erste Buch: „Unser Wetter bärenstark erklärt“ heraus und im Frühjahr 2014 erschien „Entdecke das Wetter“. Hier auf meiner Seite können Sie die Bücher mit Widmung bestellen.

2010 erblickte unsere kleine Tochter das Licht der Welt. Seitdem arbeite ich nicht mehr so viel wie früher, weil ich auch Zeit mit meiner Familie verbringen will. Am 11.11.13 kam nun noch unser Sohn zur Welt. Alle sind gesund und machen uns sehr glücklich.

Seit 2013 arbeiten meine Kollegen Thomas Globig, Jörg Heidermann und ich direkt für den MDR und moderieren dort das Wetter, da Meteomedia nicht mehr der Wetteranbieter für den MDR ist.

Ich hoffe, ich kann meinen Traumberuf noch lange weitermachen – denn es macht mir wirklich viel Freude.

Im Dezember 2014 ging meine Elternzeit vorbei, seitdem arbeite ich wieder 7 bis 10 Tage im Monat.

Im März 2015 kam zur Buchmesse mein neues Buch "Entdecke den Klimawandel" heraus. Es ist wieder für Kinder zwischen 7 und 13 Jahren geschrieben. Dabei beleuchte ich das spannende Thema Klimawandel von vielen Seiten.

Im Juni 2018 erschien das Buch "Stormpilot" von Santiago Borja - ein toller Bildband über Wolken, vor allem Gewitterwolken vom Flugzeug aus fotografiert. Ich habe die Texte im Buch geschrieben.

Im Oktober 2018 das Buch "Die Wetterküche", welches ich mit Herbert Frauenberger zusammen geschrieben hab.